November 1918

Alfred Döblin
Sprache: German
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November 1918

ein Hörspiel von Alfred Döblin, SWR - NDR 2014 - 2015

266 Min.

Regie: Norbert Schaeffer

Bearbeitung: Norbert Schaeffer

Musik: Martina Eisenreich

Mit: Jan Hofer, Sebastian Rudolph, Jakob Diehl, Laura Maire, Siegfried W. Kernen, Imogen Kogge, Andreas Grothgar, Michael Evers, Dietmar BĂ€r, Achim Buch, Udo Kroschwald, Stefan Haschke, Christian Redl, Hans Peter Hallwachs, Florian von Manteuffel, Frank Stöckle, Samuel Weiss, Gerd Baltus, Katharina Matz, Hanns Zischler, Anne Weber, Andreas KrĂ€mer, Berthold Toetzke, Friedhelm Ptok, Burghart Klaußner, Horst Mendroch, Rafael Stachowiak, RĂŒdiger Hauffe, Wolfgang Kaven, Jennipher Antoni, Astrid Meyerfeldt, Veit StĂŒbner, Wolf-Dietrich Sprenger

In seinem ErzĂ€hlwerk "November 1918" untersucht Alfred Döblin, Schriftsteller und Arzt, einen chronisch erkrankten Patienten - das Deutsche Reich. Was geschah in Deutschland, als sich im November 1918 die militĂ€rische Niederlage nicht lĂ€nger leugnen ließ? Als fĂŒr einen kurzen Augenblick alles möglich schien: Eine Revolution des Proletariats ebenso wie eine Diktatur des MilitĂ€rs? Und welche Rolle spielte dabei Friedrich Ebert?

In vier BÀnden berichtet Alfred Döblin vom Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten, montiert dabei in raschem, schnitthaftem Wechsel der Perspektiven Dialog mit Monolog , Massenszene mit Kammerspiel, Zeitungsnachricht mit Poesie, politische Analyse mit persönlicher Wahnvorstellung, Ideologie mit christlicher Mystik, Fakten mit Fiktion.Demonstration in Wilhelmshaven am 10. November 1918.Der Jahrhundertroman, Döblins Hauptwerk, entstand in den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, im französischen und amerikanischen Exil. In Deutschland blieb er lange unbeachtet. Erst im Jahr 1978, zum 100. Geburtstag des Schriftstellers, 21 Jahre nach dessen Tod, lag "November 1918" zum ersten Mal vollstÀndig gedruckt vor.

Alfred Döblin (1878 bis 1957) studierte in Berlin, zeitgleich war er literarisch tĂ€tig. Er war ein fĂŒhrender Vertreter des Expressionismus. 1933 emigrierte der Autor ĂŒber ZĂŒrich nach Paris. 1946 kehrte er nach Europa zrĂŒck. Weitere Romane von Alfred Döblin sind unter anderem "Die drei SprĂŒnge des Wang-Iun" (1916), "November" (1918-1950), "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende" (1956).

Ursendung: 11.06.2014

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November 1918 - Karl und Rosa

ein Hörspiel von Alfred Döblin, SWR - NDR 2015

178 Min.

Regie: Iris Drögekamp

Bearbeitung: Norbert Schaeffer

Mit: Judith Hofmann, Wolf-Dietrich Sprenger, u. v. a.

In seinem ErzĂ€hlwerk "November 1918" untersucht Alfred Döblin, Schriftsteller und Arzt, einen chronisch erkrankten Patienten – das Deutsche Reich. In vier BĂ€nden berichtet Döblin vom Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten. Was geschah in Deutschland, als sich im November 1918 die militĂ€rische Niederlage nicht lĂ€nger leugnen ließ? Als – fĂŒr einen kurzen Augenblick – alles möglich schien: Eine Revolution des Proletariats ebenso wie eine Diktatur des MilitĂ€rs? Döblins Hauptwerk entstand in den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, im französischen und amerikanischen Exil. Die bereits vorliegende Hörspielfassung der ersten drei BĂ€nde dieses Jahrhundertromans wird nun mit der zweiteiligen Hörspielfassung des vierten Bandes komplettiert: Im Abschluss seiner Tetralogie entwirft Döblin ein PortrĂ€t der RevolutionĂ€re Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Ihr politisches Scheitern und ihr gewaltsamer Tod stehen paradigmatisch fĂŒr den missglĂŒckten Versuch, eine deutsche sozialistische Utopie zu verwirklichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Rosa Luxemburg, die Döblin nicht nur als RevolutionĂ€rin, sondern auch als Mensch zeigt, mit ihrer Trauer und ihrem Verlorensein und ihrer blĂŒhenden Phantasie.

Alfred Bruno Döblin, (1878–1957), arbeitete zunĂ€chst als Assistenzarzt an einer Kreisirrenanstalt in Regensburg. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er als MilitĂ€rarzt in Saargemund (Lothringen) und Hagenau (Elsass) eingesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er unter dem Pseudonym "Linke Poot" politische Glossen. 1929 wurde Döblin weltweit bekannt durch Berlin Alexanderplatz, dem bis heute bedeutendsten deutschen Großstadtroman. Nach dem Reichstagsbrand 1933 floh er mit seiner Familie ĂŒber die Schweiz nach Frankreich. 1936 nahm die Familie die französische StaatsbĂŒrgerschaft an. Im Zweiten Weltkrieg floh er vor der deutschen Armee in die USA. 1945 kehrte Döblin nach Deutschland zurĂŒck und arbeitete als Literaturinspekteur der französischen MilitĂ€rregierung in Baden-Baden. Verbittert ĂŒber die politische Restauration im Nachkriegsdeutschland emigrierte er 1953 erneut nach Paris. Döblin starb 1957 im Landeskrankenhaus Emmendingen.

Ursendung: 26.12.2015

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... mit dem Siegel der Justiz" – Der Jorns-Prozess

Hörspiel nach dem PlÀdoyer von Paul Levi

Mit dem Siegel der Justiz

Eine inhaltliche Abrundung und ErgĂ€nzung des Döblin-Hörspiels ist das dokumentarische Hörspiel »’Mit dem Siegel der Justiz’ – Der Jorns-Prozess«, das SWR2 am 17. Januar 2016 ursendet. In seinem berĂŒhmten PlĂ€doyer machte der Jurist und KPD-MitbegrĂŒnder Paul Levi im so genannten »Jorns-Prozess« von 1929 die skandalöse Vertuschung der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Justiz in all ihren bitteren Fakten offenkundig.

True Crime um politische Morde - mit Wolfram Koch

Das PlĂ€doyer des Verteidigers Paul Levi im so genannten "Jorns-Prozess" von 1929 machte die SchĂ€bigkeit der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 und ihre Vertuschung durch die Justiz offenkundig. In der Zeitschrift "Das Tage-Buch" erschien am 24. MĂ€rz 1928â€Ș‬ der Artikel "Kollege Jorns" von Berthold Jacob. Der verantwortliche Redakteur war Josef Bornstein. ‬‬‬‬Der Artikel zielte auf die juristische Inkompetenz von Paul Jorns, der als Kriegsgerichtsrat die Ermittlungen gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geleitet hatte.

Daraufhin stellten Reichsanwalt Jorns als NebenklĂ€ger und Oberreichsanwalt Karl August Werner als HauptklĂ€ger Strafantrag wegen Beleidigung und ĂŒbler Nachrede. Der Anwalt und Reichstagsabgeordnete Paul Levi, der Rosa Luxemburg bereits in verschiedenen Gerichtsverfahren verteidigt hatte, ĂŒbernahm die Verteidigung des angeklagten verantwortlichen Redakteurs Bornstein.

Die Hauptverhandlung begann am 17. April 1929 vor dem Schöffengericht in Berlin-Mitte. Mithilfe der Akten, die Levi einsehen durfte, konnte er Jorns Verschleppung und Verdunkelung des Verfahrens und sogar Fluchthilfe nachweisen. Die angefĂŒhrten Details belasteten Jorns schwer. Levi erreichte schließlich einen Freispruch fĂŒr seinen Mandanten. Sein Abschluss-PlĂ€doyer nannte der Journalist, Schriftsteller und FriedensnobelpreistrĂ€ger Carl von Ossietzky "die mĂ€chtigste deutsche Rede nach Ferdinand Lassalle"â€Ș.

Paul Levi (1883–1930),

geboren in Hechingen, war Rechtsanwalt und linkssozialistischer Politiker. Neben Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht u.a. war er einer der MitbegrĂŒnder der KPD und von MĂ€rz 1919 bis 1921 deren Vorsitzender, bevor er aufgrund innerparteilicher Differenzen aus der Partei ausgeschlossen wurde. Levi blieb Mitglied des Reichstages, auch als er 1922 in die SPD zurĂŒckkehrte. Als brillanter Redner war er bei seinen Gegnern vor Gericht wie im Parlament gefĂŒrchtet. WĂ€hrend des Berufungsprozesses Jorns gegen Bornstein im Winter 1930 stĂŒrzte Levi am 9. Februar aus ungeklĂ€rten UmstĂ€nden aus dem Fenster seiner Berliner Dachgeschosswohnung und erlag seinen Verletzungen.

Ende der weiteren Informationen

Hörspielbearbeitung: Norbert Schaeffer

Musik: Jannik Giger

Regie: Claude Pierre Salmony

SWR 2015 | 80 Min.

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