Nachruf auf einen Spion

Eric Ambler
Sprache: German
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Eric Ambler

Nachruf auf einen Spion

Nachruf auf einen Spion

Vorlage: Nachruf auf einen Spion (Roman, englisch)

Übersetzung: Peter Fischer

Bearbeitung (Wort): Walter Adler

Technische Realisierung: Theresia Singer, Elke Tratnik

Regieassistenz: Petra Feldhoff

Regie: Walter Adler

Joseph Vadassy, ungarischer Sprachlehrer, wollte an der französischen Rivera seine Ferien verbringen. Eine unbeabsichtigte Vertauschung des Fotoapparates bewirkt, daß er innerhalb weniger Minuten beschuldigt wird, die Sicherheit des Staates zu gefĂ€hrden. So sieht er sich plötzlich nicht nur als Staatenloser, dem gedroht wird, in sein Heimatland - und damit in die dortigen politischen GefĂ€ngnisse - deportiert zu werden, sondern auch als Tourist, dessen Erholung verpfuscht ist, dem nahegelegt wird, das Hotel schnellstens zu verlassen und als Lehrer, der seine Stellung zu verlieren droht, weil er seinen "Urlaub" verlĂ€ngern muß, "um der Polizei weiterhin zur VerfĂŒgung zu stehen". Und nicht zuletzt fĂŒhlt er sich - ohne ĂŒbertriebene EmotionalitĂ€t - als Sklave eines Polizisten, der auf ihn einen tyrannischen und demĂŒtigenden moralischen Druck ausĂŒbt und ihn zu lĂ€stigen telefonischen Berichten zwingt... An "erster Adresse" sozusagen, einem Hotel an der französischen Riviera, lĂ€ĂŸt der "Grand Old Man" des englischen Kriminalromans seine bereits 1938 erschienene Geschichte spielen. Der Autor, Student der Ingenieurwissenschaft und als Elektroingenieur wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs in der Artillerie eingesetzt, kennt sein Sujet. Die Machenschaften zwielichtiger Unternehmer und Agenten unterschiedlichster nationaler Herkunft schildert er mit kritischem Understatement aus der Perspektive dessen, der sich nicht der Fiktion und Phantasie allein zu ĂŒberlassen braucht, um seinen skeptischen Blick auf die ethnischen QualitĂ€ten der Welt und der Menschen zu richten. Nicht nur das Werkverzeichnis, auch die SekundĂ€rliteratur fĂŒllen in den einschlĂ€gigen Lexika jeweils ganze Seiten ĂŒber den Autor, der aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstags 1989 gesagt hat: "So, wie die Dinge heute liegen, erscheint mir der Thriller noch das letzte Refugium fĂŒr einen Moralisten." Und, erstaunlich genug: "Ich bin optimistisch, weil ich nicht mehr jung bin."

Mitwirkende:

Sprecher/Sprecherin  --  Rolle/Funktion

Christoph Eichhorn  --  Josef Vadassy

Walter Renneisen  --  Commissaire

Lambert Hamel  --  Michel Beghin

Pedro Gavajda  --  André Roux

Matthias Haase  --  Warren Skelton

Verena von Behr  --  Mary Skelton

Siegfried Kernen  --  Walter Vogel

Hans-Peter Hallwachs  --  Herbert Clandon Hartley

Gottfried John  --  Emil Schimler

JĂŒrg Löw  --  Albert Köche

Guilette S. Odermatt  --  Suzanne Köche

Alf Marholm  --  Monsieur Mathis

Eva Garg  --  Madame Evin

Wolfgang RĂŒter  --  Drogist

Volker Niederfahrenhorst  --  Panamahut

Reinhard Schulat  --  Polizist

Manfred BrĂŒckner  --  Untersuchungsrichter

Theodor Michael  --  Kellner

PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1992

Erstsendung: 16.05.1992

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Nachruf auf einen Spion

Ein Spionage-Thriller in drei Folgen: Der ungarische Lehrer Joseph Vadassy will an der französischen Rivera Urlaub machen. Als er seine Fotos vor Ort entwickeln lassen möchte, wird er festgenommen. Denn auf der Kamera sind Bilder von MilitÀranlagen. Nun wird ihm Spionage vorgeworfen. Das WDR- Hörspiel beruht auf einem Roman aus dem Jahr 1938 von Eric Ambler und wurde 1992 inszeniert.

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