In der Sache J. Robert Oppenheimer
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German Public Radio
In der Sache J. Robert Oppenheimer
ein Hörspiel von Heinar Kipphardt, DRS 1964
111 Min.
Regie: Amido Hoffmann
Bearbeitung: Amido Hoffmann
Mit: Josef Offenbach, Hanns Ernst JÀger, Hans Stöckl, Paul Dattel, Hans-Helmut Dickow, Alfons Hörckmann, Rudolf Hammacher, Walter Kiesler, Wolfgang Rottsieper, Joachim Ernst, Alfons Hoffmann, Peter Pöschl, Johannes von Spallart, Erwin Parker, Amido Hoffmann
Vor 50 Jahren schrieb der deutsche Dramatiker Heinar Kipphardt sein bedeutendstesDokumentarstĂŒck. Darin schildert er die Gewissens-Konflikte des amerikanischen Physikers RobertOppenheimer, welcher einer der "VĂ€ter" der Atombombe war. Es geht um die Entwicklung und denAbwurf der ersten Atombombe.Robert Oppenheimer (1904 - 1967) erkannte sehr frĂŒh, welche vernichtende Gefahr von einerAtombombe ausgeht. Als massgebender Wissenschaftler musste er sich fragen: Was ist wichtiger,staatsbĂŒrgerliche LoyalitĂ€t oder die Sorge um den Fortbestand der Menschheit? SpĂ€testens nachdem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki empfand Oppenheimer, dass er Blut anseinen HĂ€nden habe. Gegen alle moralischen Bedenken arbeitete er aber auch nach Ende deszweiten Weltkrieges weiter fĂŒr die "Atomic Energy Commission". Sein Ziel: die Entwicklung derWasserstoff-Bombe zu verlangsamen, respektive ganz zu stoppen.1954 musste sich Oppenheimer deshalb einem Untersuchungsverfahren der Atomenergie-Kommission der Vereinigten Staaten stellen. Es war die Zeit des Kalten Kriegs und derKommunistenhatz des Senators McCarthy. Oppenheimers Absichten wurden ihm nun alsstaatsfeindliche AktivitĂ€ten ausgelegt. Er wurde sogar als Sowjetagent verdĂ€chtigt. Am Ende desVerfahrens wurde er wegen "unamerikanischer Umtriebe" zum Sicherheitsrisiko erklĂ€rt und verlorsein Amt. Es war das Ende einer glĂ€nzenden Wissenschaftler-Karriere.Heinar Kipphardts Hauptquelle fĂŒr sein StĂŒck war das 3000 Seiten starke Protokoll desUntersuchungsverfahrens der Atomenergie-Kommission der Vereinigten Staaten.
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