Das Geld (Emile Zola - RB-NDR-DLR-SR 2013)
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Ăber
Das Geld
Emile Zola
produziert in: 2013
produziert von: RB; NDR; DLR; SR
Laufzeit: 192 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Christiane Ohaus
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Komponist: Michael Riessler
Ăbersetzer: Wolfgang GĂŒnther
Erstsendung: 25.12.2013
Inhalt:
In "Das Geld" beschreibt Zola realistisch und detailgenau die Genese eines groĂen Krachs an der Pariser Börse, den er zeitlich in die glĂ€nzende Endphase des Second Empire unter Napoleon III verlegt. Zola erzĂ€hlt von Spekulanten, Finanzmaklern, groĂen Bankiers und kleinen Anlegern, von Zynikern, Aasgeiern, Moralisten, RevolutionĂ€ren, von all den Opfern und TĂ€tern in dem schwindelerregenden Spiel um das Geld, von ihren Intrigen, ihren SehnsĂŒchten und ihrer Verzweiflung, wenn in einer groĂen Blase alle Hoffnung zerplatzt. Der eigentliche Protagonist des Romans ist das Geld selbst. Es sind nicht lĂ€nger die Menschen die Akteure ihres Schicksals, sondern die dingliche Macht des Geldes. Und natĂŒrlich sind es am Ende nicht die Macher, die vernichtet werden - die hecken wie Zolas Romanheld Saccard am Ende schon wieder fröhlich-ungeniert weitere MillionengeschĂ€fte aus.
"Nie hatte Saccard die Börse aus der Vogelperspektive in so merkwĂŒrdiger Ansicht erblickt, mit den vier schiefen Ebenen ihres mĂ€chtigen Zinkdaches, ĂŒberragt von einem starrenden Wald von Röhren. Die Spitzen der Blitzableiter richteten sich wie riesig lange SpieĂe drohend himmelwĂ€rts. Das GebĂ€ude selbst war nur ein schmutziggrauer, nackter SteinwĂŒrfel, ĂŒber dem eine zerfetzte Fahne flatterte. Einen eigentĂŒmlichen, verblĂŒffenden Anblick boten Stufen und SĂ€ulengang, welche von schwarzen Ameisen gesprenkelt schienen, als sei der ganze Ameisenhaufen in Aufruhr und von einer hochgradigen Aufregung hin und her bewegt. 'Wie winzig klein erscheint das alles! Man meint, mit einem Griff könnte man sie alle in die Hand schlieĂen.'"
"Das Geld' erzĂ€hlt alles, was man ĂŒber den Börsenwahn wissen muss." (Der Tagesspiegel)
Sprecher:
Burghart KlauĂner (ErzĂ€hler)
Andreas Grothgar (Saccard)
Markus Meyer (Mazaud)
Boris Aljinovic (Pillerault)
Hans Peter Korff (Moser)
Bernd Stegemann (Busch)
Max Hopp (Jantrou)
Roman Knizka (Hamelin)
Gerd Grasse (Berthier)
Michael Hanemann (Dejoie)
Horst Mendroch (Sédille)
Otto Mellies (Kolb)
Peter Kaempfe (Jacoby)
Michael Evers (Kellner)
Benjamin Kramme (Makler)
Christian Gaul (Charles)
Carmen-Maja Antoni (Mme Méchain)
Chris Pichler (Caroline)
Lisa Hrdina (Baronin)
Sabin Tambrea (Maxime)
Gerd Wameling (Huret)
Hans Diehl (Gundermann)
Patrick GĂŒldenberg (Sigismond)
Matthias Walter (Massias)
Friedhelm Ptok (Daigremont)
Jennipher Antoni (Mme Mazaud)
Wilfried Hochholdinger (Marquis)
Alberto Fortuzzi (Sabatani)
Alexander Radszun (Delaroqaue)
Janusz Kocaj (Angestellter)
Katharina Matz (GrÀfin)
Florian Anderer (KommissionÀr)
Gabriele Blum (An-, Absage)
Gilles Chevalier (Schlagzeilen)
Robert Levin (Schlagzeilen)
Daten zu Emile Zola: vollstĂ€ndiger Name: Ămile Ădouard Charles Antoine Zola
geboren: 02.04.1840
gestorben: 29.09.1902
Vita: Ămile Ădouard Charles Antoine Zola (* 2. April 1840 in Paris; â 29. September 1902 ebenda) war ein französischer Schriftsteller und Journalist.
Zola gilt als einer der groĂen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und BegrĂŒnder der gesamteuropĂ€ischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemĂ€Ăigt linken Position am politischen Leben beteiligte.
Sein Artikel Jâaccuse âŠ! (Ich klage an âŠ!) spielte eine SchlĂŒsselrolle in der Dreyfus-AffĂ€re, die Frankreich jahrelang in Atem hielt, und trug entscheidend zur spĂ€teren Rehabilitierung des fĂ€lschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus bei.
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