Väterlichkeit, Verlust, Psychoanalyse. Vortrag 83min
关于
Wo die Antithese verboten ist, da ist auch die These haltlos, und für den wissenschaftlichen Gebrauch sinnlos geworden...
Einleitung:
Die Gesinnungsknöpfe ("Buttons") sprechen es aus, auf Englisch natürlich: No future.
Die Logik stimmt: Wer seine Geschichte verloren hat, der hat natürlich auch keine Zukunft mehr. Er lebt in ewiger Gegenwart und wird denen zur Beute, die von ihrem "Woher" und "Wohin" eine feste, über die Generationen fort ins Mythische erhöhte Vorstellung haben.
Jetzt erleben wir den Sturmangriff sogar auf unsere Sprache. Jedes Kleidungsstück ist englisch bedruckt. Das ist visuelles Lernen.
"The united colors" Konzern "of Benetton" schafft die "united language". Er schafft die Welteinheitssprache für die von Gott Nicht-Erwählten. Aber auch diese Strategie ist logisch und folgerichtig. In der Sprache lebt nämlich die Erfahrung, das Denken und das Gedächtnis der Vorfahren, der Väter. Unsere Sprache muss also weg, wenn der Gegner unsere Geschichtslosigkeit, mit einem Kohl'schen Terminus gesagt, unumkehrbar machen will.
Denken ist nicht nur das stete Infragestellen des jeweils Gegebenen. Denken bedenkt uns zugleich mit einem Dach unter dem wir gedeihen können. Im Nachdenken ordnen wir das Vergangene und machen es für die Gegenwart fruchtbar... "
... und was das mit Henryk Broder zu tun hat.
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