Der Besuch des Leibarztes
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Giới thiệu
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Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes
Ein großer Roman über Liebe und Verrat im Zeitalter der Aufklärung. Fünfzehnteilige Lesung mit Gert Heidenreich
Das enge Verhältnis zum dänischen König wird für den Aufklärer Johann Friedrich Struensee zum Verhängnis. In seinem historischen Roman „Der Besuch des Leibarztes“ erzählt der schwedische Schriftsteller Per Olov Enquist (1934-2020) vom Aufstieg und Fall des Mediziners. 1768 wurde er Leibarzt von Christian VII., der als geisteskrank galt. Vier Jahre später wurde Struensee – in Folge einer Intrige am königlichen Hof – zum Tod verurteilt und in Kopenhagen öffentlich hingerichtet.
Zuvor hatte er mit beispiellosem Tempo begonnen, Dänemark im Sinne der Aufklärung zu verändern, unter anderem mit der Einführung der Pressefreiheit und der Abschaffung von Sklavenhandel und Folter. Struensee träumte von einer fortschrittlichen und freien Gesellschaft, schon zwei Jahrzehnte vor der Französischen Revolution. Nicht nur bei Hof, auch in der Bevölkerung regte sich schnell Widerstand gegen die 633 Dekrete, die er in nur 16 Monaten erließ. Die skandalöse Affäre mit der Königin lieferte den perfekten Anlass zum Sturz des Reformers.
Diese dramatischen vier Jahre gingen als „Struenseezeit“ in die Geschichte ein – bis heute so fesselnd, dass das Leben des Leibarztes oft adaptiert wurde, beispielsweise zuletzt aufwendig verfilmt mit Mads Mikkelsen als Struensee. Der Roman „Der Besuch des Leibarztes“ – 1999 in Schweden, 2001 in der Übersetzung von Wolfgang Butt auf Deutsch erschienen – gehört zu den bekanntesten Werken Per Olov Enquists.
Zum Lesen:
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes. Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. München, Carl Hanser Verlag
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Gert Heidenreich liest: Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes
"Im Nachhinein sollte Struensee sich an diesen Augenblick erinnern, den er in seinen Gefängnisaufzeichnungen beschreibt, einen Augenblick absoluter Nähe, als dieser wahnsinnige Junge, dieser König von Gottes Gnaden, ihm ein Geheimnis anvertraute, das unerhört war und teuer, und das sie für immer vereinen sollte."
Per Olov Enquist
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes
Diese „absolute Nähe“ wird Johann Friedrich Struensee letztlich zum Verhängnis. In seinem historischen Roman „Der Besuch des Leibarztes“ erzählt der schwedische Schriftsteller Per Olov Enquist (1934-2020) vom Aufstieg und Fall des Altonaer Armenarztes. 1768 wurde er Leibarzt des dänischen Königs, der als geisteskrank galt. Vier Jahre später wurde Struensee – in Folge einer Intrige am königlichen Hof – zum Tod verurteilt und in Kopenhagen öffentlich hingerichtet. Zwei Jahre zuvor hatte er mit beispiellosem Tempo begonnen, Dänemark im Sinne der Aufklärung zu verändern, u.a. mit der Einführung der Pressefreiheit und der Abschaffung von Sklavenhandel und Folter. Struensee träumte von einer fortschrittlichen und freien Gesellschaft, schon zwei Jahrzehnte vor der Französischen Revolution. Nicht nur bei Hof, auch in der Bevölkerung regte sich schnell Widerstand gegen die 633 Dekrete, die er in nur 16 Monaten erließ. Die skandalöse Affäre mit der Königin lieferte den perfekten Anlass zum Sturz des Reformers. Struensee wurde hingerichtet, die Königin nach Celle verbannt.
Diese dramatischen vier Jahre gingen als „Struenseezeit“ in die Geschichte ein – bis heute so fesselnd, dass das Leben des Leibarztes oft adaptiert wurde, beispielsweise zuletzt aufwendig verfilmt mit Mads Mikkelsen als „Struensee“.
Der Roman „Der Besuch des Leibarztes“ – 1999 in Schweden, 2001 in der Übersetzung von Wolfgang Butt auf Deutsch erschienen – gehört zu den bekanntesten Werken Per Olov Enquists. Immer wieder beschäftigte sich der Schriftsteller, oft als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, mit den Biographien realer historischer Persönlichkeiten, darunter auch die berühmte Chemikerin und Physikerin Marie Curie. Zu entdecken ist ein aufmerksamer Ergründer der Vergangenheit. Einer, der seinen literarischen Figuren aufmerksam zuhörte.
In 15 Teilen liest der vielfach preisgekrönte Hörbuchinterpret Gert Heidenreich aus dem Roman von Per Olov Enquist. Regie: Horst Raspe, Redaktion: Kirsten Böttcher und Niels Beintker.
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