Moby Dick oder Der Wal â Herman Melville (2005)
1/1Moby-Dick oder Der Wal â Herman Melville (2005)
About
CATEGORY:
audio drama
TITLE:
Moby-Dick oder Der Wal
AUTHOR:
Herman Melville
TRANSLATION:
Matthias Jendis
ADAPTION:
Klaus Buhlert
DIRECTOR:
Klaus Buhlert
MUSIC:
Klaus Buhlert
PRODUCTION:
Bayrischer Rundfunk
YEAR:
2005
RECORDING DATE:
2005-12-03 (Deutschlandfunk)
DESCRIPTION:
KapitĂ€n Ahab auf der Jagd nach dem weiĂen Wal - ein tragisches Urbild, ein Epos von ĂŒbermenschlichen AusmaĂen. Der Held aber ist kein strahlender Ritter oder König, sondern ein armer, alter, skrupelloser WalfĂ€nger. Mit seinem Roman 'Moby-Dick' - erschienen 1851 - wagte es Herman Melville, Amerika zum Stoff eines groĂen Epos zu machen, das den europĂ€ischen Vorbildern ebenbĂŒrtig sein sollte. Die Motive sind eindrucksvoll: der Wal als mythisches Tier, das Meer als unerbittlicher Schauplatz und die Jagd als heroische Aufgabe. Ismael, Melvilles ErzĂ€hler und einziger Ăberlebender des tragischen Geschehens, macht sich dennoch nichts vor: "Oh Ahab! Was groĂ an dir sein soll, muĂ man aus den Himmeln pflĂŒcken; in der Tiefe muĂ man danach tauchen und es in der körperlosen Luft gestalten!"
So verbindet 'Moby-Dick' das Heldenepos mit einem illusionslosen PortrĂ€t der damaligen Gesellschaft, zeigt den Walfang als Teil einer erstarkenden Industrie und spottet ĂŒber religiöse Heuchelei. Mit Ismael schafft Melville einen besessenen ErzĂ€hler, der sich ĂŒber alle Konventionen hinwegsetzt. Der Roman wird zur offenen BĂŒhne fĂŒr die Neugierde seines Autors. Einzelheiten ĂŒber die Anatomie des Wals, die Angst vor der Farbe WeiĂ oder die Schiffshierarchie unterbrechen immer wieder die Abenteuer der WalfĂ€nger. Auch stilistisch bedient Melville sich verschiedenster Stimmen, vom Shakespeareschen Drama ĂŒber das religiöse Traktat bis zur robusten action story.
Noch zu seinen Lebzeiten war Herman Melville ein vergessener Autor. Erst in den 20er Jahren begann die weltweite Rezeption von 'Moby-Dick'. Wenige Jahrzehnte spĂ€ter schien es, als hĂ€tte es das Motiv vom einbeinigen KapitĂ€n, der verbissen ein furchterregendes Ungeheuer ĂŒber die Weltmeere jagt und am Ende in die Tiefe gerissen wird, schon immer gegeben. Die stark gekĂŒrzten Buch-, Hörspiel- und Filmversionen, die auf der Grundhandlung aufbauen, sind kaum zu zĂ€hlen. Klaus Buhlerts zehnteilige Hörspielversion versucht erstmals, der KomplexitĂ€t und Vielstimmigkeit des Romans gerecht zu werden, ausgehend von der vollstĂ€ndigen deutschen NeuĂŒbersetzung von Matthias Jendis, die im September 2001 bei Hanser veröffentlicht wurde.
CAST:
Ismael, 1. ErzĂ€hler - Rufus Beck | Melville, 2. ErzĂ€hler - Felix von Manteuffel | Ahab, KapitĂ€n - Manfred Zapatka | Starbuck, 1. Offizier - Ulrich Matthes | Stubb, 2. Offizier - Bernhard SchĂŒtz | Flask, 3. Offizier / 3. Matrose - Karsten HĂŒbner | Queequeg, 1. Harpunier - Rudolph Taruoura GrĂŒn | Vater Mapple, Pfarrer - Hermann Lause | KapitĂ€n Peleg - Michael Lucke | KapitĂ€n Bildad / KapitĂ€n der »Rachel« - Werner Rehm | Zimmermann - Thomas Holtzmann | Schmied / Fedallah, Malaie - Jochen Striebeck | Peter Coffin, Wirt / Arzt der »Samuel Enderby» - Horst Lebinsky | Mrs. Hussey, Wirtin - Christiane RoĂbach | Elias - Helmut Stange | 1. Matrose / Seemann aus Guernsey / KapitĂ€n der »Bachelor« - Stefan Wilkening | 2. Matrose / KapitĂ€n der »Delight« - Henry Meyer | Boomer, KapitĂ€n der »Samuel Enderby« - Michael Lucke | Pip, Schiffsjunge - Jonathan Beck | 1. Mannschaft - Sebastian Edtbauer | 2. Mannschaft - Sebastian HofmĂŒller | 3. Mannschaft - Johannes Klama | 4. Mannschaft - Christian Friedel | Gesang - Lukas Bates-Reese | Violine - Hans Scheck | Violine - Martin Trauner | Chello - Nella Hunkins | Kontrabass - Peter PĂŒhn
PROVENANCE:
digitized cassette tape, private archive of Winfried Noack
FORMAT:
WAV 44.1 KHz 16 Bit PCM, stereo
LANGUAGE:
German
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