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Rosebud (Christoph Schlingensief - WDR 2002) - Audiolibro Gratis
Autor(es):
Idioma: German
Género(s):
1 / 1Rosebud (Christoph Schlingensief - WDR 2002)/Rosebud
- 1. Rosebud (Christoph Schlingensief - WDR 2002)/Rosebud
Acerca de
Rosebud
von Christoph Schlingensief
Regie: der Autor
Produktion: WDR 2002/ca. 50'
Schlingensief inszeniert seinen aktuellen Volksbühnen-Erfolg für das Radio: Die Geschichte zweier Politiker, die sich ihre Meldungen lieber selber machen und mit einer neuen Sonntagszeitung die Welt - vor allem ihre eigene - verbessern wollen. Am Ende holt die böse Welt - vor allem unsere - sie wieder ein. Ein Gleichnis über Radikalität, Privatheit und Politisierung.
"Ich kann das nicht, Kroll, ich bin nicht der Richtige!" sagt der Abgeordnete Rosmer zu seinem alten Freund und Kollegen, als der ihn für das Vorhaben entflammen will.
"Ich kann das nicht, Kroll. Warum machen sie es nicht alleine?" sagt der Abgeordnete und Verleger Rosmer noch so manchesmal, wenn Kroll ihn Hilfe suchend fixiert angesichts der Ödnis der politischen Medienlandschaft. Und doch: Sie tun es. Rosmer und Kroll gründen die Sonntagszeitung ZAS, die dem proklamierten Ende der Spaßgesellschaft den politischen Spaßjournalismus entgegen setzen will. Und prompt stürzt ihnen mit der Entführung der Kanzlergattin auch ein geeigneter Aufmacher ins Haus. Blöd nur, dass der ehrgeizige, auf denPulitzer-Preis versessene Reporter Rolli Koberg den Coup inszeniert hat. Wahrheit muß werden! Und das liberal! Kroll läuft zu echter Raserei auf, unterstützt durch des Verlegers Ehefrau Margit, eine Ex-Terroristin und leicht entflammbare Bachmann-Epigonin. Durch den Sog der Ereignisse - und brüskiert von Ata-Ata - wird sie rückfällig. Sie verbarrikadiert sich mit ihren Kindern im Haus, freut sich aber dennoch in all dem Durcheinander für ihren Mann, wenn sich die Weltereignisse für einen kurzen Moment vor sein neues, alles überschattendes Problem der Penisverholzung drängen. Doch mittelfristig können weder Margits Kampf um linke Ideale noch Krolls Ringen um die Reinheit der Mittel es verhindern: Rosmer fällt zurück auf sich selbst und wird zur Mutter seiner Kinder. "Rosmer," sagt die enttäuschte Margit kurz vor dem Showdown, "du hättest mir doch was sagen können!" Und zu dem Liberalen: "Sehen sie, Kroll, das ist die Qualität des Hörspiels: Hier kann man Dinge tun, die draußen schon lange nicht mehr ..."
Die Entstehung des Hörspiels wurde von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gefördert.
Christoph Schlingensief, Jahrgang 1960, sorgte mit Filmen ("Kettensägenmassaker", "Terror 2000", "United Trash", "Die 120 Tage von Bottrop"), Theaterinszenierungen und Polit-Aktionskunst ("Chance 2000", Wiener Containerdorf) transmedial für Aufsehen. Sein Radio-Debut entstand 1997 ("Rocky Dutschke 68"); das Hörspiel "Lager ohne Grenzen" verarbeitete zwei Jahre später den medialen Umgang mit Kosovokrieg und Flüchtlingselend. Beide Stücke wurden mit dem Prix Europa ausgezeichnet.
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